So Sensibel

Sie ist ja so sensibel, die Ärmste.
Ein scheeler Blick, eine Absage,
ein bißchen Ärger, mir
macht das nichts aus, aber sie
ist weich im Nehmen.

Schon ist sie gekränkt,
beklagt sich, droht mit Migräne.
Dann wieder bockt sie,
stellt sich taub, will nicht,
spielt die Unergründliche.

Ja, diese ewige Nörglerin
geht mir oft auf die Nerven.
Aber was soll ich machen?
Unzertrennlich sind wir,
bis daß der Tod uns scheide,

meine Psyche und mich.

– Hans Magnus Enzensberger


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Thatenarm?

Friedrich Hölderlin

An die Deutschen

Spottet ja nicht des Kinds, wenn es mit Peitsch‘ und Sporn

 Auf dem Rosse von Holz muthig und groß sich dünkt,

  Denn, ihr Deutschen, auch ihr seyd

   Thatenarm und gedankenvoll.

Oder kömmt, wie der Stral aus dem Gewölke kömmt,

 Aus Gedanken die That? Leben die Bücher bald?

  O ihr Lieben, so nimmt mich,

   Daß ich büße die Lästerung.

Hölderlin

Ethik

Wieder Gesund

Nach fast zwei Wochen Kampfunfähigkeit wegen einer OP bin ich nun wieder fast auf dem Damm. Die Osterkarte einer Bekannten hat mich ins Schmunzeln gebracht, weil sie mein Gefühl während der letzten beiden Wochen so gut beschreibt:

ostern2.jpg

Damit wünsche ich allen Lesern ein gesegnetes Osterfest:

whereisj2.jpg

Kleiner Pressespiegel

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