Kongress Christlicher Führungskräfte

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal auf dem Kongress Christlicher Führungskräfte in Düsseldorf. 3600 Teilnehmer aller Konfessionen und Gesellschaftsbereichen, erfahrene Sprecher wie Claus Hipp oder Peter Hahne und tolle Musik (z.B. Lothar Kosse und Judy Bailey). Klasse.

Das Motto „Mit Werten in Führung gehen“ passte gut zur Wirtschaftskrise, in der ja plötzlich alle Welt nach Werten ruft, ermüdete aber andererseits auf Dauer auch etwas, da sich alle — selbst in den Podiumsdiskussionen — so schrecklich einig waren, dass christliche Werte der Turbo für wirtschaftlichen Erfolg sein. Typisch Deutsch, sind wir doch nach einer aktuellen Umfrage eh die Wertefreaks der EU:

Etwas kontroverser aber ungemein inspirierend warb Markus Spieker vom ARD für eine „Romantischen Revolution“:

  • Ein Christentum, dass bei Menschen wieder Herzklopfen auslöst, weil es etwas mit den größten menschlichen Sehnsüchten zu tun hat: dem verlorenen Paradies, unbedingter Liebe, Sicherheit.
  • Kirchen, die sich mehr mit Jesus Christus als sich selbst beschäftigen.
  • Glaube voller Freundlichkeit, Begeisterung, Schönheit, Ehrfurch, Zärtlichkeit, Weite und mehr bekannt ist.
  • Eine christliche Avantgarde die, statt um Einfluss in den existierenden Hierarchien zu buhlen, neue Räume erschließt und zu Magneten macht.

Nachzulesen ist sein leidenschaftlicher Appell in Faithbook.

Highlights unter den Seminaren war 20×09: 9 junge Menschen, erzählen je 20 Minuten über Zukunftsthemen wie Frieden, Armut, Engagement, Krankheit, Internet und mehr. Anschließend Möglichkeit zu Diskussion und Kennenlernen.

Seid 20×09 habe ich eine Nonprofit-Geschäftsidee im Kopf. Eine der Vortragenden beschriebwie gerne sich ihrer Erfahrung nach engagieren, wenn man sie nur richtig anspricht. Wäre es nicht klasse, eine Webseite hochzuziehen, in der sich soziale Projekte vorstellen und Helfer anfragen. „Wer hilft Senioren beim Einkaufen“ hätte dort ebenso einen Platz wie „Wer kommt sechs Wochen für ein Jugend-Sommercamp mit in den Libanon“. Projekte und Helfer werden im Web-2.0-Style bewerten, kommentiert, geordnet, so dass jeder schnell passende und sinnvolle Projekte vor Ort findet. Wer möchte kann sich damit sogar eine soziale Reputation aufbauen, die belegt, dass jemand sich wirklich engagiert hat — statt es nur schwammig im Lebenslauf zu behaupten. Ähnliche Seiten habe ich schon für Entwicklungsprojekte und Kleinkredite gesehen.

Lass mich wissen, wenn Du dazu Ideen hast oder sogar mitmachen möchtest.


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2 Kommentare

  1. Nick said,

    23. März 2009 um 20:08

    Die Idee klingt gut.
    Könnte mich mit einem Logodesign und einem CD einbringen, falls noch mehr Leute mitschwimmen!

  2. Johnk711 said,

    7. Juni 2014 um 05:42

    It is actually a nice and helpful piece of information. I am happy that you simply shared this helpful information with us. Please stay us informed like this. Thank you for sharing. ackgdeadcdbd


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